Top 10
Die wichtigsten Steuervorteile Maltas auf einen Blick
Rund 5 % effektive Körperschaftsteuer, Non-Dom-Regeln, keine Vermögensteuer und weitere Vorteile machen Malta für Unternehmer und Vermögende interessant. Hier findest Du die zehn wichtigsten Punkte und ihre Voraussetzungen.
Dazu im Video
Jeder dieser zehn Vorteile steht 2026 geltend im Gesetz, und jeder hat Voraussetzungen. Beides gehört auf denselben Zettel, deshalb nennt diese Liste zu jedem Punkt auch die Grenze, an der er endet.
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Effektiv rund 5 % Körperschaftsteuer
Nominal erhebt Malta 35 % Körperschaftsteuer, doch bei Ausschüttung erstattet der Fiskus dem Gesellschafter 6/7 der gezahlten Steuer; effektiv bleiben rund 5 % auf Handelsgewinne, ohne Gewerbesteuer obendrauf. Seit 2019 erspart die Fiscal Unit sogar das Warten auf die Erstattung: Die Gruppe zahlt von vornherein nur den Effektivsatz. Kein EU-Land besteuert aktive Unternehmensgewinne niedriger. Die Grenzen: Für passive Zinsen und Lizenzgebühren beträgt die Erstattung nur 5/7, effektiv rund 10 %, und die Struktur braucht echte Substanz in Malta. Wer sie vom deutschen Schreibtisch aus führt, verliert sie an die deutsche Betriebsstätten- und Hinzurechnungslogik. Die Mechanik im Detail.
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0 % auf Auslandseinkünfte, die draußen bleiben
Als Non-Dom versteuerst Du ausländische Einkünfte nur, wenn Du sie nach Malta überweist. Dividenden, Zinsen, Honorare aus dem Ausland: Was auf Auslandskonten bleibt, besteuert Malta nicht, und Du musst es dort nicht einmal in der Steuererklärung angeben. Das gilt auch für Strukturen wie eine steuerlich transparente US-LLC, deren Gewinne Du als Auslandseinkommen draußen hältst. Die Grenzen: Auch Kartenzahlungen und Barabhebungen in Malta sind Remittances, Arbeit, die Du körperlich in Malta ausführst, ist maltesisches Einkommen, und im Quellenstaat einbehaltene Steuern erstattet Malta nicht. So funktioniert die Remittance-Basis.
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Kursgewinne, Kapitalerträge und Krypto: steuerfrei, sogar bei Überweisung
Veräußerungsgewinne aus dem Ausland bleiben für Non-Doms selbst dann unbesteuert, wenn Du sie nach Malta holst. Du kannst also Dein Depot im Ausland verkaufen, den Erlös auf Dein maltesisches Konto überweisen und davon leben, ohne einen Cent maltesischer Steuer. Für Investoren ist das der vielleicht stärkste Satz im maltesischen Steuerrecht, denn er löst das Alltagsproblem aller Remittance-Systeme: Wovon lebe ich vor Ort? Das Gleiche gilt im Grundsatz für private Kryptogewinne ohne Malta-Bezug; die Sonderfälle von Mining bis Staking stehen bei den Krypto-Steuerregeln für Malta. Die Grenze: Hauptberufliches, gewerbliches Trading von Malta aus gilt nicht als privater Kursgewinn, sondern als maltesisches Erwerbseinkommen mit bis zu 35 %; wer in dieser Liga handelt, strukturiert das Trading über eine Gesellschaft.
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Planbare Mindeststeuer statt Substanzabgaben
Non-Doms mit ausländischen Einkünften ab 35.000 Euro, die nicht vollständig remittiert werden, zahlen 5.000 Euro Mindeststeuer im Jahr, Ehepaare gemeinsam, unter Anrechnung bereits gezahlter maltesischer Steuer. Damit ist die Diskussion beendet: keine Pauschalen nach Lebensstandard wie in der Schweiz, keine Verhandlungen mit dem Fiskus, keine Überraschungen. Der Vorteil liegt in der Planbarkeit, nicht in der Höhe. Die Grenze: Die 5.000 Euro fallen auch in Jahren an, in denen Du wenig remittierst; wer dauerhaft unter 35.000 Euro Auslandseinkünften liegt, zahlt sie dagegen gar nicht.
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Keine Vermögensteuer
Malta besteuert Bestand nicht: kein Vermögensregister, keine jährliche Abgabe auf Depots, Immobilien im Ausland oder Beteiligungen. In einer Zeit, in der die Vermögensteuer-Debatte in Deutschland und anderen EU-Staaten regelmäßig zurückkehrt, ist das ein struktureller Standortvorteil, der sich jedes Jahr aufs Neue auszahlt. Die Grenze: Malta schützt nur vor maltesischem Zugriff. Bleiben wesentliche wirtschaftliche Interessen in Deutschland, kann der deutsche Fiskus über die nachlaufenden Tatbestände des Außensteuerrechts weiter auf Inlandseinkünfte zugreifen.
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Keine Erbschaft- und Schenkungsteuer
Vermögensnachfolge löst in Malta keine Erbschaft- oder Schenkungsteuer aus; nur bei der Übertragung maltesischer Immobilien und Gesellschaftsanteile fällt eine Stempelsteuer von wenigen Prozent an. Für Familien mit Vermögen ist das ein stiller Riesenvorteil gegenüber Deutschland. Die Grenze sitzt wieder auf der anderen Seite: Die Erbschaftsteuer ist international trickreich und kann im Staat des Erblassers, des Erben oder der Vermögensbelegenheit anfallen; Deutschland etwa greift bei deutschen Staatsangehörigen noch Jahre nach dem Wegzug zu. Ein schneller Umzug kurz vor dem Erbfall schützt deshalb meistens nicht, Nachlassplanung braucht Vorlauf.
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Steuerfreie Beteiligungserträge über die Holding
Dividenden und Veräußerungsgewinne aus qualifizierten Beteiligungen sind über die Participation Exemption in Malta steuerfrei. Das macht die Malta-Holding zur Exit-Maschine: Hält sie Deine Startup- oder GmbH-Anteile und verkauft sie, kommt der Erlös steuerfrei in der Holding an und fließt ohne Quellensteuer weiter. Die Grenze heißt Timing: Wer erst umzieht, wenn Investoren und Bewertung da sind, hat die stillen Reserven schon in Deutschland aufgebaut, und die Wegzugsteuer macht den Umzug praktisch unbezahlbar. Der Vorteil gehört an den Anfang der Unternehmerlaufbahn, nicht an ihr Ende.
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Keine Quellensteuer, keine doppelte Dividendenbesteuerung
Malta erhebt keine Quellensteuer auf abfließende Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren, und das Vollanrechnungssystem gibt maltesischen Dividenden die gezahlte Körperschaftsteuer als Gutschrift mit. Die zweite Besteuerungsebene, die deutsche GmbH-Gesellschafter mit Abgeltungsteuer kennen, existiert im maltesischen System nicht: Nach den effektiv 5 % in der Firma fließen die restlichen 95 % ungeschmälert an den Gesellschafter. Die Grenze: Auf dem Hinweg gilt das nicht. Zahlt eine deutsche Tochter an eine Malta-Holding, verlangt Deutschland Quellensteuer und prüft die Entlastung nach Substanzkriterien streng.
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Kombinierbar mit Wohnsitz in Spanien oder Italien
Du musst nicht in Malta leben, um die Malta-Firma zu nutzen. Mit dem spanischen Beckham Law (24 % auf Gehälter bis 600.000 Euro, sechs Jahre) oder der italienischen Pauschalsteuer für Neuresidenten lässt sich der Wohnsitz am Mittelmeer-Festland mit einer maltesischen Gesellschaft kombinieren. Die Grenze ist hart: Die Gesellschaft braucht dann erst recht Substanz in Malta, mit lokalem Geschäftsführer und echtem Büro, denn aus Spanien oder Italien heraus leiten darfst Du sie nicht. Portugals altes NHR-Regime, früher der dritte Baustein dieser Trias, ist geschlossen; der Nachfolger IFICI begünstigt nur noch qualifizierte Erwerbstätigkeit. Die Kombinationen im Detail.
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EU-Rechtssicherheit mit stabilem System
Mutter-Tochter-Richtlinie, Niederlassungsfreiheit, ein Netz von über 70 Doppelbesteuerungsabkommen und Verwaltung auf Englisch: Malta kombiniert Niedrigsteuer mit voller EU-Infrastruktur. Das Erstattungssystem wurde nach dem EU-Beitritt mit Brüssel abgestimmt, gilt in heutiger Form seit 2007 und hat jede Reformwelle überstanden; die globale Mindeststeuer greift erst ab 750 Mio. Euro Konzernumsatz, und Malta schiebt ihre Anwendung bis Ende 2029 auf. Die Grenze: Wer in einer Konzerngruppe oberhalb dieser Schwelle sitzt, rechnet anders, und politische Garantien für die Ewigkeit gibt kein Standort. Wie sicher Maltas Status ist.
Jeder dieser Punkte hat Gegenspieler im deutschen, österreichischen oder schweizerischen Steuerrecht. Welche zehn davon in Deinem Fall wirklich ankommen, zeigt das Beratungsgespräch.
Zehn Vorteile auf dem Papier. Entscheidend sind Deine.
Im Beratungsgespräch rechnen wir durch, welche dieser Hebel bei Dir greifen und was sie netto bringen.