🌍 Events 2026: Reisen, Seminare und Workshops zu Plan B und Steuern. Jetzt ansehen 🚀

Aktuelles

Don't Sweat It! Die 5.000 € Mindeststeuer in Malta verstehen

Gasse mit Kalksteinfassaden in Valletta

Gasse mit Kalksteinfassaden in Valletta

Ausländer, die in Malta wohnen, um den Non Dom-Status in Malta zu nutzen, müssen seit 2019 eine Mindeststeuer in Höhe von 5.000 Euro für dieses Privileg berappen. Ein paar intellektuelle Dünnbrettbohrer aus der Beraterszene haben dann natürlich sofort das Ende von Malta als steuerlich vorteilhaften Wohnsitzstaat herbeiorakelt.

Lass es mich eingangs mit aller Klarheit sagen: Wenn Du 5.000 Euro nicht locker aus der Portokasse bezahlen kannst, dann ist Malta vermutlich nicht der richtige Wohnsitzstaat für Dich, und Du solltest Dich vielleicht zu den Russen in Zypern gesellen. Ist ja auch eine schöne Insel.

Jetzt erkläre ich Dir, warum die 5.000 Euro Dich nicht ins Schwitzen bringen sollten und warum kein einziger unserer Mandanten mit der Mindeststeuer auch nur das allerkleinste Problem hat.

Dazu im Video

Warum ein Gehalt in Malta wichtig ist

Der weitaus größte Teil unserer Mandantschaft zieht als Unternehmer nach Malta um. Die Firmengründung in Malta erfolgt sofort nach dem Umzug. Der Mandant ist bei seiner eigenen Firma in Malta als Geschäftsführer angestellt.

Diese Anstellung ist extrem wichtig: Zum einen brauchst Du sie, um in Malta krankenversichert und sozialversichert zu sein.

Zweitens liegt damit der Schwerpunkt Deiner wirtschaftlichen Interessen ganz klar in Malta, und unter der Annahme, dass Du gemäß Arbeitsvertrag Vollzeit für die Gesellschaften arbeitest, kann kein Finanzamt dieser Welt anzweifeln, dass Du wirklich auf Malta lebst. Du erhältst problemlos eine Ansässigkeitsbescheinigung (Steuerzertifikat) und hast eine schöne Steuererklärung, woraus ersichtlich wird, dass Du Steuern und Sozialabgaben bezahlst.

Drittens hat Deine maltesische Gesellschaft mit einem in Malta angestellten Geschäftsführer, der Gehalt bezieht, genau die Substanz, auf die immer und überall so gepocht wird.

Viele Mandanten wählen ein Gehalt in Höhe von rund 35.000 Euro. Damit bleiben Dir netto 2.200 Euro im Monat. 6.000 Euro Steuern und ca. 2.000 Euro Sozialabgaben werden fällig und direkt vom Lohn abgezogen und abgeführt. So, und damit hast Du bereits die Mindeststeuer bezahlt.

Sämtliche Gewinne Deiner maltesischen Gesellschaft müssen jetzt nur noch mit 5 % Körperschaftsteuer in Malta belegt werden und der Rest fließt Dir ohne weitere steuerliche Abzüge als Dividende zu.

Wenn Du kein Gehalt in Malta hast

Was ist aber nun, wenn Du kein Gehalt in Malta hast, weil Du z.B. als Privatier in Malta lebst und gar keine Gesellschaft dort gründen willst?

Nun, auch dann brauchst Du ein bisschen Kleingeld, um Deine Miete in Malta zu bezahlen und Dir nach Feierabend ein kühles Cisk Bier zu gönnen. Dafür überweist Du dann eben einen gewissen Betrag Deiner Auslandserträge nach Malta. Der Non Dom-Status wird auch als Remittance Basis bezeichnet. Denn ausländische Einkünfte, die Du nach Malta überweist oder dort verwendest (z.B. per Karte), sind dort zu versteuern. Das war schon immer so. Schon lange vor der Einführung der Mindeststeuer.

Sagen wir, dass Du auch als Privatier 35.000 Euro pro Jahr nach Malta überweist. Dann fallen auch hier wieder rund 6.000 Euro Steuern an. Und damit hast Du die Anforderungen der Minimalsteuer erfüllt. Den Rest Deiner Erträge kannst Du steuerfrei im Ausland nutzen.

Wenig Grund zur Sorge

Du siehst also: Die Mindeststeuer in Malta sollte Dir keine schlaflosen Nächte bereiten. Schon vor der entsprechenden Gesetzesänderung musstest Du nach Malta überwiesenes Auslandseinkommen in Malta versteuern – daran hat sich nichts geändert.

Und wer in Malta lebt, der weiß, dass 2.200 Euro netto im Monat schon ein absolutes Minimum sind, um einigermaßen über die Runden zu kommen. Viele Mandanten mieten eine Wohnung, die erheblich mehr kostet als 2.200 Euro. Damit sind dann auch mehr Auslandseinkünfte nach Malta auszuzahlen und mehr Steuer dort zu entrichten.

Fazit zur maltesischen Mindeststeuer

Wer wirklich in Malta wohnt, den wird die Mindeststeuer in Höhe von 5.000 Euro nicht kratzen. Unsere Mandanten haben durchgehend auch schon vor der Gesetzesänderung 5.000 Euro Steuern oder mehr in in Malta bezahlt.

Abgeschreckt werden höchstens jene, die den Wohnsitz in Malta nur faken wollen. Und faken – das funktioniert leider schon lange nicht mehr.

Lass Dich beraten

Ja, der Non Dom–Status und seine Regelungen können verwirrend sein.

Wenn auch Du einen Umzug nach Malta erwägst und Dich zur Mindeststeuer oder anderen steuerlichen Fragen in Malta beraten lassen willst, buch jetzt ein Beratungsgespräch.

Mehr von Malta One:

Malta ist eine Entscheidung, keine Meldung.

Was eine Nachricht für Deine Struktur bedeutet, klären wir im Beratungsgespräch. Konkret, an Deinen Zahlen.