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Maltas Budget 2026: Die Insel senkt Steuern, während Deutschland weiter zulangt

Skyline von Valletta am Abend

Jedes Jahr im Herbst zeigt eine Budgetrede, wohin ein Land wirklich will. Maltas Haushalt für 2026 sendet eine klare Botschaft an alle, die mit der Insel liebäugeln: Es wird nicht teurer. Es wird für viele sogar günstiger.

Am 27. Oktober 2025 hat die Regierung in Valletta ihr Budget für 2026 vorgestellt. Wer aus der deutschen Haushaltsdebatte kommt, reibt sich beim Lesen die Augen: keine neuen Steuern auf Einkommen oder Vermögen, dafür gezielte Entlastungen. Die wichtigsten Punkte hat die Steuerabteilung von KPMG Malta in ihrem Budget-Überblick zusammengefasst.

Was im Budget 2026 steht

Der Lebenshaltungskosten-Ausgleich, auf Malta COLA genannt, beträgt 4,66 Euro pro Woche und wird Arbeitnehmern und Rentnern automatisch gewährt. Das ist Maltas eingebauter Inflationsschutz, den es in dieser Form in Deutschland oder Österreich schlicht nicht gibt.

Die größte Einzelmaßnahme betrifft Familien: Die Steuerfreibeträge für Eltern steigen in drei Stufen von 2026 bis 2028. Beim Eltern-Tarif klettert der steuerfreie Sockel für einen Elternteil mit einem Kind von 13.000 auf 14.500 Euro im Jahr 2026, dann auf 16.000 und schließlich 18.000 Euro im Jahr 2028. Malta beschließt eine mehrjährige Steuersenkung für Familien, während deutschsprachige Staaten über höhere Abgaben diskutieren. Was das konkret in Euro bringt, haben wir in einem eigenen Beitrag aufgeschlüsselt.

Für Immobilienkäufer wichtig: Die Befreiung von der Stempelsteuer auf die ersten 200.000 Euro für Erstkäufer wird dauerhaft im Gesetz verankert, nachdem sie bisher Jahr für Jahr verlängert werden musste. Wer den Schritt auf die Insel plant und kaufen will, hat damit Planungssicherheit.

Und ein Punkt, der eher beiläufig fiel, aber Beachtung verdient: Für den Gaming-Sektor kündigte die Regierung Maßnahmen für einen verlässlichen indirekten Steuerrahmen an. Details blieben offen. Wer in der Branche unterwegs ist, sollte die kommenden Monate aufmerksam verfolgen.

Wie Du eine maltesische Budgetrede richtig liest

Für Deine Planung ist weniger die einzelne Maßnahme entscheidend als das Muster. Maltas Budgets folgen seit Jahren derselben Logik: breite, automatische Entlastungen wie die COLA für alle, gezielte Steuersenkungen für Gruppen, die das Land halten oder anziehen will, aktuell Familien, zuvor Rentner und Fachkräfte, und Investitionsanreize dort, wo der Markt allein zu langsam ist, etwa beim Erstkauf von Wohneigentum.

Was Du in maltesischen Budgetreden dagegen vergeblich suchst: Gegenfinanzierung durch neue Substanzsteuern. Kein Land ist ein Steuerparadies aus Nächstenliebe, aber Malta hat sich für ein Modell entschieden, das Einnahmen über Wachstum und Zuzug generiert. Jede Budgetrede, die dieses Muster bestätigt, ist ein Datenpunkt für die Stabilität des Standorts, und davon gibt es inzwischen eine lange Reihe.

Was nicht im Budget steht, ist die eigentliche Nachricht

Kein Wort von einer Vermögensteuer. Keine Verschärfung beim Non-Dom-Status. Keine Anhebung der Körperschaftsteuer. Maltas Steuerfundament für Zuzügler und Unternehmer bleibt 2026 unangetastet. Genau diese Verlässlichkeit ist der Grund, warum die Insel seit Jahren Unternehmer und Vermögende aus dem deutschsprachigen Raum anzieht. Die wichtigsten Vorteile im Überblick findest Du auf unserer Seite zu den Top 10 Steuervorteilen Maltas.

Wenn Du den Umzug ohnehin erwägst, liefert Dir das Budget außerdem einen Zeitplan: Die Eltern-Entlastung wächst über drei Jahre, die Erstkäufer-Befreiung ist jetzt dauerhaft, und die allgemeinen Rahmenbedingungen bleiben stabil. Es gibt also keinen Stichtag, den Du verpassen könntest, aber jedes Jahr in Deutschland ist ein Jahr, in dem die Differenz zwischen beiden Systemen zu Lasten Deiner Familie läuft.

Natürlich ist ein Budget immer auch Politik, und einzelne Maßnahmen brauchen noch die gesetzliche Umsetzung. Aber die Richtung ist eindeutig, und sie ist seit Jahren stabil: Malta finanziert seinen Sozialstaat über Wachstum und Zuzug, nicht über immer höhere Steuersätze.

Die Detailauswertung der einzelnen Maßnahmen liefern wir in den kommenden Wochen nach, die Eltern-Entlastung hat einen eigenen Beitrag verdient.

Ob und wie Du von diesem System profitieren kannst, hängt von Deiner persönlichen Situation ab: Einkommensstruktur, Familienstand, Firmenkonstruktion. Genau das klären wir in einem Beratungsgespräch, konkret und an Deinen Zahlen.

Malta ist eine Entscheidung, keine Meldung.

Was eine Nachricht für Deine Struktur bedeutet, klären wir im Beratungsgespräch. Konkret, an Deinen Zahlen.